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ERLÄUTERUNGEN ZU DEN SEMINAREN, KURSEN, ÜBUNGEN


Wichtiger Hinweis für alle Teilnehmenden:
Die aktive Mitarbeit in Kursen und Seminaren erfordert psychische Belastbarkeit
und eine zumindest ausreichende Frustrationstoleranz. Die Teilnahme geschieht
auf eigene Verantwortung. Sie können jedoch im Zweifelsfall vorher kurz mit der
Kursleitung sprechen. Den TeilnehmerInnen wird empfohlen, jeweils nur einen
Kurs mit hohem Selbsterfahrungsanteil zu belegen. Während stationärer Behand-
lungen ist die Teilnahme an den Veranstaltungen nicht möglich.


Der Selbsterfahrungsanteil der Veranstaltung ist wie folgt gekennzeichnet:
hoch / eingestreut / kaum

Selbstverständliche Voraussetzung für alles, was in Gruppen oder Seminaren
über Teilnehmende oder PatientInnen bekannt wird, ist die Schweigepflicht,
wie sie für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind, rechtsverbindlich ist.


A-Zeit:
Samstag bis Dienstag 14.45 – 16.15 Uhr / Mittwoch 9.00 – 10.30 Uhr




Wachsen, um zu bleiben, wie ich bin
Claus Derra
A-Zeit / 1

TherapeutInnen haben im Allgemeinen ein umfängliches
Wissen über die Ursachen von Stress und Burnout. Ihren
PatientInnen geben sie viele Tipps zur gesünderen Lebensführung
und besseren Stressbewältigung. Es besteht jedoch
gleichzeitig bei vielen eine erstaunliche Diskrepanz zum
Umgang mit sich selbst und zur eigenen Selbstfürsorge. Erschöpfung
und längeres Burnout bei Helfern wird oftmals von
beruflicher Deformation begleitet. Dann genügt es nicht mehr,
durch momentane Erlebnisse des Wohlbefindens mehr
Achtsamkeit in das Leben zu bringen Diese Situation macht
die Entwicklung nachhaltiger Strategien notwendig. Welche
Momente und Fähigkeiten kann ich in meinem persönlichen
Alltag finden, die meine Widerstandskraft gegenüber beruflicher
Deformation erhöhen? Wie kann ich meinen Praxisablauf
dazu nutzen?

Die TeilnehmerInnen werden mit einer Art Tagebuch „gutes
Leben“ mehr Bewusstsein für die fünf Dimensionen der alltäglichen
Burnout-Prophylaxe erfahren und Vorstellungen dazu
entwickeln. Elemente von Bewegung und Bewegungstrancen,
Entspannung, Genuss und Imagination werden dabei
wie bei einer schmackhaften Rosine in ihrer Wirkung verdichtet
und in kleinen Ritualen der Achtsamkeit (manchmal nur
10 bis 20 Sek) erprobt. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung
von Strategien für die persönliche Umsetzung in
den Klinik- oder Praxisalltag.

Keine Vorerfahrungen, normale bequeme Alltagskleidung
Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für PsychotherapeutInnen und andere interessierte
TherapeutInnen, 25 Plätze
Literatur: Derra, C.: Achtsamkeit – Die Rosinenmethode, Trias
Verlag, 2009.





Kasuistiken in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (und -pädagogik) –
Betrachtungen aus einer Therapieschulen übergreifenden Perspektive

Klaus Fröhlich-Gildhoff/Sigrid Kühl
A-Zeit / 2

In dem Workshop sollen Therapieprozesse aus einer schulenübergreifenden
gemeinsamen Perspektive betrachtet werden;
eine theoretische Orientierung kann dabei das Wirkfaktorenkonzept
von Grawe darstellen. Dabei soll herausgearbeitet
werden, ob und wie unterschiedliche Zugänge zu einer Erweiterung
von Blickwinkeln der/des TherapeutIn, aber auch
zu neuen Entwicklungsmöglichkeiten der/des PatientIn führen
können.
Von besonderem Interesse ist die Frage, wann und mit welchen
(manchmal unbewussten) Begründungen welche
Interventionsentscheidungen – von verbalen „Begleitungen“
bis hin zum „Einüben“ bestimmter Verhaltensweisen – getroffen
werden. Dabei geht es nicht um ein „besser“ oder „richtiger“,
sondern eher um ein Verstehen dessen, was in der Interaktion
und im Therapieprozess passiert – oder eben nicht . . .
Die Arbeit sollte möglichst auf der Grundlage von Videomaterial
erfolgen; die TeilnehmerInnen werden ermutigt, eigenes
Material mitzubringen.

Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für Kinder- und JugendpsychotherapeutInnen, Psychologische
PsychotherapeutInnen, PädagogInnen, 20 Plätze
Literatur: Gahleitner, S., Fröhlich-Gildhoff, K., Wetzorke, F.
& Schwarz, M. (Hrsg.) (2011): Ich sehe was, was Du nicht
siehst . . . Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen
Perspektiven der Kinder- und Jugendlichenpsychologie.
Stuttgart: Kohlhammer; Fröhlich-Gildhoff, K.
(2013): Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
(2. überarb. Aufl.) Stuttgart: Kohlhammer; Schlarb, A.
(2012): Praxisbuch KVT mit Kindern und Jugendlichen:
Störungsspezifische Strategien und Leitfäden. Weinheim:
Beltz.




Paare in Zeiten von Ruin und Oase (Modul 1)
Joachim Gabel
A-Zeit / 3

Wenn das Geschwür zerstörerischer Beziehungsprozesse aufplatzt,
fließen die Gifte heraus. Und gerade dies eröffnet
Chancen zur Problemklärung und Veränderung. Das Seminar
möchte fachliche Basishintergründe von Paardynamik und
Interaktionsmodellen anbieten. Es stellt Schritte vor, um sich
dem Veränderungsbedürftigen zu stellen und individuelle,
überraschende Lösungen hervorzulocken. Dazu ist es hilfreich,
sich mit Themen wie Kollusion, Beziehungsvertrag, Beispiele
destruktiver Beziehungsmuster, wertschätzende und wohlwollend-
aggressive Kommunikation sowie Fertigkeiten für gesunde
Beziehungen auseinanderzusetzen. Dies soll Beraterinnen und
Berater ermuntern, mit einfachen Interventionstechniken Paare
entwicklungsfördernd zu begleiten.
„Seit wir ein Paar sind, kommt Liebe dazu. Mit ihr öffnen sich
weitere Türen in unsere verborgenen Räume.“
(Monika Treppte)

Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 16 Plätze
Literatur: Roediger, E., Behary, W.T., Zarbock, G.: Passt doch!,
Beltz, 2013.



Begegnung mit einem Märchen, seinen Bildern und Symbolen
Gidon Horowitz
A-Zeit / 4

Märchen berühren die Seele, und diesem Berührtsein wollen
wir nachgehen, denn es geschieht oft dort, wo wir einem
lebendigen Symbol (im Sinne C. G. Jungs) begegnen, das
unsere bewusste Einstellung erweitern und bereichern kann.
Wir werden uns in diesem Seminar ausführlich mit einem
Märchen befassen, in dem die Folgen des Krieges und der
Weg zu innerem Frieden eine wesentliche Rolle spielen.
Beim Zuhören, Malen und stillen Betrachten werden wir den
Bildern der Geschichte inneren Raum und äußere Gestalt
geben. Einige der gemalten Bilder werden wir dann gemeinsam
betrachten und im Gespräch darauf eingehen, was jede/r
Einzelne/n dabei bewegt. Ein wichtiger Grundsatz dabei ist,
dass jede/r sich nur so weit auf diese Selbsterfahrung einlässt,
wie sie/er es will und für sich selber verantworten kann. Zum
Abschluss werden wir das Märchen gemeinsam lesen und
sehen, was wir darin für uns noch entdecken können.

Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 12 Plätze





Kreative Systemaufstellung zum Thema Krieg und Frieden –
Innen und Außen

Angela Janssen
A-Zeit / 5

Was berührt uns aus den Vorträgen / Presse / TV / was bringen
wir mit?
Welche Themen und Fragen wollen wir mit systemischer
Aufstellungsarbeit vertiefen und ergründen?
Wir wollen uns einen Überblick verschaffen, um die Komplexität
von Konflikten besser zu verstehen und nach kreativen
Lösungen zu suchen. Das gilt für jegliche Art von
Bezugssystemen und ist gerade auch zum Verständnis politischer,
gesellschaftlicher und sozialer Zusammenhänge sinnvoll.
Und natürlich bereichert uns auch der Blick in die eigene
Innenwelt, um Dissonanzen und Ambivalenzen aufzuspüren
und zum besseren Verständnis aufzustellen. Die Arbeit mit
dem inneren Team erweitert unsere Möglichkeiten und Poten-
ziale, trägt zur Entlastung und Entspannung bei uns lässt uns
wieder kraftvoll nach außen treten und der Welt zuwenden.

Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für therapeutisch Tätige und alle Interessierten, 16 Plätze




Psychohygiene bei Angst, Trauma und Burnout
Integrieren ohne weg zu klopfen mit modifizierten Klopftechniken
(Embodiement im Prozess)

Irena Kellner
A-Zeit / 6

Die Einbettung modifizierter Klopftechniken (nach Konzepten
der Energetischen Psychotherapie, MET, EFT) in eine professionelle
therapeutische Beziehung, die interaktionelle, traumatherapeutische
und humanistische Ansätze einbezieht, ermöglicht
ein leibnahes, psychohygienisches Arbeiten und wirksame
Hilfe zur Selbsthilfe. Der psychotherapeutische Kontakt auf
Augenhöhe und im Hier und Jetzt eröffnet nicht selten kreative
und humorvolle Möglichkeiten, die die Schwere von belastenden
Prozessen begrenzen und Möglichkeiten für Alternativen
schaffen im „Miteinander der Gegensätze“.

Bitte mitbringen: täglich 1 l Trinkwasser, Schreibutensilien für
Notizen, Decke, Bereitschaft zur Selbstpraxis und -erfahrung.
Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für Menschen in psychosozialen Berufen, 16 Plätze
Literatur: Gallo, F. P.: Energetische Selbstbehandlung, traumatische
Erfahrung heilen; Bohne, M.: Klopfen mit PEP; Vlamynck,
A.: Klopfen gegen Liebesleid-Selbstwertgefühl steigern.



Genogramme – Anwendung und Fallbeispiele
Eva Kopka
A-Zeit / 7

Die Darstellung der Herkunftsfamilie in Form eines Genogramms
ist in der Systemischen Therapie eine bewährte
Technik, die auch im Rahmen anderer Psychotherapieverfahren
eingesetzt werden kann, wenn es um eine Mehrgenerationenperspektive
geht. Im Hinblick auf das Tagungsthema „Krieg und Frieden – vom Miteinander der Gegensätze“
stellt das Genogramm symbolisch im Einzelgespräch
eine Gruppe zur Verfügung, anhand derer verschiedene
Variationen dieses Themas betrachtet und zur Entwicklung
neuer Lösungsstrategien genutzt werden können.
Ziel des Seminars ist es, den TeilnehmerInnen anhand von
Fallbeispielen das Erstellen eines Genogramms im Verlauf eines
Anamnesegesprächs zu vermitteln und Möglichkeiten aufzuzeigen,
wie im Therapieverlauf zu unterschiedlichen Fragestellungen
mit dem Genogramm gearbeitet werden kann.
Willkommen sind Fallbeispiele aus der eigenen Arbeit.

Selbsterfahrungsanteil: wenig/kaum
für psychotherapeutisch oder beratend Tätige, 16 Plätze
Literatur: Hildenbrand, B.: Einführung in die Genogrammarbeit,
Carl Auer Compact; Roedel, B.: Praxis der Genogrammarbeit,
modernes Lernen, Dortmund, 6. Auflage, 2011;
Sperling, E., Massing, A., Reich u.a.: Die Mehrgenerationen-
Familientherapie,Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1982.




In Klängen zu Hause –
Lebensenergie, innere Bezogenheit und Bindung in der Musik

Reinhard Schimmelpfeng
A-Zeit / 8

Klänge und Musik sind unsere ständigen Lebensbegleiter, verbunden
mit besonderen Ereignissen auf unserem Lebensweg,
besetzt mit Erinnerungen und Gefühlen, Vorlieben und Abneigungen.
Manche „Hits“ dauern ein Leben lang an, weitere
kommen im Laufe unseres Lebens hinzu, wieder andere verschwinden
und haben uns nicht mehr viel zu sagen. Was sagt
mir mein Lieblingsstück eigentlich und wie ist meine erste
musikalische Erinnerung, welches die erste Platte, die ich mir
kaufte? Welche Menschen, Situationen, Orte und Stimmungen
sind damit verbunden? Und wie kann ich mich mit Musik
und Klängen noch inniger verbinden?
In diesem Seminar geht es darum, verschiedene Zugänge zum
vertieften Erleben von Musik zu erlernen, um deren Energien
aufzuschließen. Geführte Atembewegungen, sensorische
Klangimpulse und körperliche Resonanzübungen öffnen neue
Wege des Musikerlebens. Das Thema „Lebenswege“ und
deren Variationen wird das musikalische Tor sein und damit
auch die Frage, welche Sehnsüchte in uns dabei in Resonanz
kommen. Am Ende des Seminars wird erörtert, inwieweit ein
Transfer unserer Erfahrungen in die eigene Arbeit möglich ist.
Bitte mitbringen: Malzeug und eine für Ihr Leben momentan
bedeutsame Musik auf CD oder Stick. Malpapier wird gestellt.

Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für alle Interessierten, 12 Plätze



„In Singen liegt meine Sehnsucht“ – Heilsein – ganzsein – verbunden sein
Elke Voltz
A-Zeit / 9

Lieder können alle Facetten deiner Stimmungslage ausdrücken
und dich zu deiner inneren Quelle führen. Trauer und
Freude finden Raum – mal wild, mal laut, mal leise, lassen
wir Innenräume erklingen und tönen nach außen. Heilsame,
kraftvolle Lieder verbinden uns miteinander, stärken und harmonisieren
uns im Außen und im Innen. Mit Klängen, die wir
entstehen lassen, kreieren wir ein Klangfeld, welches lösende
und heilende Wirkung auf uns haben kann. In diesem Kurs
sind Neugierige ohne Stimmerfahrung ebenso willkommen
wie Stimmgeübte. Um die heilsame Wirkung des Singens auf
uns wirken zu lassen, arbeiten wir unterstützend mit Atem-
Klangmeditation, Bewegung und Massagen.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Socken und Decke.
Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für alle Interessierten, 18 Plätze


B-Zeit:
Samstag bis Dienstag 17.00 – 18.30 Uhr / Mittwoch 11.00 – 12.30 Uhr



Technikorientiertes Seminar zur Paarberatung (Modul 2)
Joachim Gabel
B-Zeit / 10

Die Auseinandersetzung besteht darin, was in Zusammenarbeit
mit den Klienten den „Aufbruch zum Lernenden Paar“
erfolgreich unterstützen – oder verhindern – kann. Ange-
wandt werden hierzu systemische Interventionstechniken.
Der Kurs bietet fallbasiertes Lernen an – mit Hilfe von Fallbeispielen
und Rollenspielen. Verläufe unter alltäglichen
Bedingungen aus der Praxisarbeit sind willkommen. Als
Strukturierungs-Instrument dient ein Coaching-Modell für
Veränderungsprozesse. Dabei geht es u.a. um klärende Bestandsaufnahme
sowie um Wege zur Entwicklungsförderung
z. B. mittels Zukunftsbildern, Lösungsideen, Ressourcenmobilisierung,
kleiner konkreter Schritte.
„Stell Dir vor: Mein Leben ist zerbrochen.“
„Dann bau es doch wieder zusammen.“
(Dan Theander)

Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 16 Plätze
Literatur: Retzer, A.: Systemische Paartherapie, Klett-Cotta,
2007.




Wenn der „Krieg der Vater aller Dinge“ ist, was gibt es bei „Großmutter“
zu entdecken? (Trotz des Titels: praktischer Gestalttherapie-Alltag –
kein Philosophie-Seminar!)

Lotte Hartmann-Kottek
B-Zeit / 11

Heraklits Zitat kommt ziemlich „schräg“ daher, wenn es aus
dem Zusammenhang gerissen wird. Heraklit sieht im ständigen
Wandel Sinn und bejaht das Ab und Auf der
Lebensphänomene sowie das Hin- und Herfluten zwischen
gegensätzlichen Polen, sei es innerlich oder äußerlich. Der
antike Grieche Heraklit sah die Welt aber gleichzeitig mit den
Augen des übergeordneten „Logos“-Prinzips, in dem die
Gegensätze aufgehoben sind. Gestalttherapeuten beziehen
sich gerne auf Heraklit, aber auch auf andere Philosophen,
bei denen die Mitte (Laotse) oder die übergeordnete, gegensatzvereinende
Ebene (Neu-Kantianer Friedlaender) das
Reifungsziel darstellt und durch innere und äußere Neuordnung
Frieden einkehrt. Gestalttherapeuten haben einen
Sensor für Spannungsbeziehungen und lieben herausfordernde
wie klärende Dialoge zwischen scheinbar Unversöhnlichem.
Sie verstehen es, verzerrte Pole im „sokratischen“
Entdecken und Begegnen (im Sinne Bubers) weiter verwandeln
zu lassen, bis sie sich wertschätzend anziehen und zu
einem Ganzen ergänzen – manchmal allerdings auch entscheiden,
noch für eine Zeitlang in Unversöhnlichkeit weiter
zu verharren. Der Frieden und die Liebe sind langmütig . . . –
Heraklit möge mir den Großmuttereinfall nachsehen.
Vorkenntnisse nicht erforderlich. Spielerische Neugier erwünscht.

Selbsterfahrungsanteil: hoch
für interessierte Psychotherapeuten auf
Erkundungstour, 12 Plätze
Literatur: de Roerck, B. P.: Gras unter meinen Füßen. Eine
etwas ungewöhnliche Einführung in die Gestalttherapie. rororo;
Hartmann-Kottek: Gestalttherapie. Lehrbuch. Springer,
Heidelberg, 2012; Hartmann-Kottek: Faszination Gestalttherapie.
Psychosozial-Verl. Gießen, 2014für therapeutisch
Tätige und Interessierte, 12 Plätze.



Liebe und Wille in Zeiten von Krieg und Frieden
Angela und Norbert Janssen
B-Zeit / 12

In diesem Seminar stellen wir die Qualitäten von Liebe und
Wille aus verschiedenen Blickwinkeln dar und stellen Methoden
vor, wie wir diese Potenziale in uns und unserer therapeutischen
Arbeit weiter entwickeln können.
– Liebe und Wille als Grundkräfte der Psyche
- Psychosynthese -
– Liebe und Wille in der Dynamik innerer Entwicklungsprozesse
- Teilpersönlichkeitsarbeit -
– Liebe und Wille in der Paarbeziehung
- Die 5 Scheidungen einer gesunden Ehe -
– Die Liebe zur Welt und der Wille zum Wandel
- Earth-Forum -
– Weisheit und Mitgefühl
- von der Selbstakzeptanz zu Nächstenliebe und
Gemeinschaftsförderung -

Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für alle Interessierten, 16 Plätze




Zwischen Hilfe und Kontrolle –
Gewalt gegen Kinder und Kinderschutz

Petra Kapaun
B-Zeit / 13

Körperliche und seelische Misshandlung von Kindern hat
vielfältige Ursachen. Diese frühzeitig zu erkennen und sachgerecht
darauf zu reagieren, stellt für uns alle eine große fachliche
und ethische Herausforderung dar.
Vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Verantwortung werden
im Seminar die fachlichen und rechtlichen Grundlagen
dargestellt und diskutiert. Wir werden uns damit auseinandersetzen,
welche Rollen wir übernehmen bzw. zuweisen und
mit welchen Schwierigkeiten wir umgehen müssen.
Anhand von Fallvignetten werden wir gemeinsam erarbeiten,
wie wir in unseren unterschiedlichen Berufsfeldern dazu beitragen
können, frühzeitig Risiken zu erkennen und frühe
Hilfen anzubieten, um einer Kindeswohlgefährdung entgegenzuwirken.

Selbsterfahrungsanteil: kaum
für psychotherapeutisch und beratend Tätige, Interessierte,
16 Plätze




Genogramme – Selbsterfahrung
Eva Kopka
B-Zeit / 14

Die KursteilnehmerInnen sind eingeladen, selbst zu erleben,
wie im Verlauf eines kurzen Anamnesegesprächs der eigene
familiäre Hintergrund auf einer Tafel symbolisch dargestellt
wird und anhand dieses Genogrammes die eigene Herkunftsfamilie
und aktuelle Familie aus verschiedenen Perspektiven
betrachtet werden kann.
Die Arbeit mit dem Genogramm kann, wenn von den TeilnehmerInnen
gewünscht, ergänzt werden durch eine
Auseinandersetzung mit Fotos aus der Kindheit, erinnerten
Szenen durch Aufstellen von Familienskulpturen, um zum
Tagungsthema Beispiele von Konflikten, Eskalationsprozessen
bzw. Konfliktbeilegung zu beleuchten und sich damit der
eigenen, gewohnten Positionierung bewusster zu werden.
Bitte mitbringen: Daten über die eigene Herkunftsfamilie, alte
Familienfotos.

Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 12 Plätze
Literatur: Hildenbrand, B.: Einführung in die Genogrammarbeit,
Carl Auer Compact; McGoldrick M. u.a.: Genogramme
in der Familienberatung, Hans Huber, Bern, 3. Aufl. 2009;
Schützenberger, A. A.: Oh, meine Ahnen! Wie das Leben unserer
Vorfahren in uns wiederkehrt, Carl Auer, 5. Aufl. 2007.




Interkulturelle Psychotherapie
Wielant Machleidt
B-Zeit / 15

Die kultursensible psychotherapeutische Arbeit mit Migranten
ist für einheimische Therapeuten eine Herausforderung
besonderer Art. Sie macht es erforderlich, die eigenen kulturbezogenen
und in diesem Sinne „ethnischen“ therapeutischen
Techniken und Haltungen in einer kulturkritischen
Analyse in Frage zu stellen und sich anderen Kulturen und
ihren Interaktionsmodi zu öffnen. Da sich das Fremde nicht
aus dem Eigenen erschließen lässt, geht es um interkulturellen
Dialog in der dyadischen therapeutischen Beziehung im
Wesentlichen um drei Dinge: um einen wechselseitigen
Wissens- und Verständniszugewinn, um eine Kulturgrenzen
überschreitende Empathie und nicht zuletzt um das Erkennen
und die Bearbeitung all der Widerstände, die dem Transformationsprozess,
in dem das Fremde durch Entfremdung
zum Eigenen und Vertrauten wird, entgegenzustehen. In den
Übertragungen und Gegenübertragungen spiegeln sich im
mikrosozialen Kosmos der therapeutischen Dynade die
makrosozialen kollektiven gesellschaftlichen Haltungen und
Vorurteile bewusst/unbewusst wider. In der therapeutischen
Arbeit werden in je spezifischen Übertragungskonstellationen
auf den Therapeuten die familiären Beziehungsmuster und
Kräfteverhältnisse, die narzisstischen Resitution zur Kompensation
eigener Unzulänglichkeiten und Selbstwertzweifel, das
Wagnis neuer Beziehungsknüpfungen u.v.a.m. bearbeitet.
Die Bewältigung der Anforderungen des Migrationsprozesses
stellt eine neue „Runde“ in der Gewinnung von Autonomie
und der Ablösung im Individuationsprozess dar und führt als
„kulturelle Adoleszenz“ zur Entwicklung einer neuen bi-kulturellen
Identität.
In dem Seminar werden die wesentlichen Grundlagen und
Techniken interkultureller Psychotherapie anhand von vielen
Praxisbeispielen und Fallvignetten anschaulich vermittelt. Es
ist willkommen, wenn die TeilnehmerInnen eigene Interaktions-
und Behandlungsepisoden zur Diskussion stellen.

Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für alle TherapeutInnen, 20 Plätze
Literatur: Machleidt, W., Heinz, A. (Hrsg.) (2011): Praxis der
interkulturellen Psychiatrie und Psychotherapie. Migration und
psychische Gesundheit. Urban und Fischer Elsevier, München,
Jena, 612 S; Machleidt, W. (2013): Migration, Kultur und psychische
Gesundheit. Kohlhammer, Stuttgart, 120 S; Machleidt,
W. (2014): Identität und Zugehörigkeit im Migrationsprozess.
In: Ammon, M. und Fabian, E. (Hg.): Selbstfindung und Sozialisation.
Psychosozial-Verlag, Gießen, S. 71–84.




Einfühlsame (gewaltfreie) Kommunikation
Susanne Rost
B-Zeit / 16

Konflikte gehören zum Leben. Sie sind Folge und Ausdruck
unserer Verschiedenheit und unserer Bezogenheit auf andere
Menschen. Obwohl so normal und allgegenwärtig, erleben
die meisten von uns Konflikte als etwas Unangenehmes und
vermeiden sie lieber. Sie verbinden Konflikte mit Gewinnen
und Verlieren, mit Verletzung und Kränkung, mit Gewalt und
Trennung. Oft suchen wir nach Schuldigen und tendieren
dazu, unser Gegenüber abzuwerten.
In diesem Seminar wird ein Ansatz der Konfliktbewältigung
vermittelt, der die Bedürfnisse beider Konfliktparteien in den
Mittelpunkt des Verständigungsprozesses stellt.
Methodisch und inhaltlich bezieht sich der Workshop auf den
Ansatz der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Marshall B.
Rosenberg. Er entwickelte sein Modell der Konfliktbearbeitung
angesichts der Gewalt während der Rassenunruhen in
Amerika in den 1960er/70er Jahren. Inzwischen wird der
Prozess der gewaltfreien Kommunikation international erfolgreich
in Schulen und Familien, in Nachbarschaften, im Gesundheitswesen,
in Firmen und Organisationen, in der Friedensarbeit,
bei der Mediation in Krisengebieten, im Strafvollzug
u.a. angewandt.
Sie lernen in den 4 Schritten der GfK: Beobachtungen von
Bewertungen, Gefühle von Bewertungen und Interpretationen,
Bedürfnisse von Strategien zu ihrer Befriedigung und
Bitten von Forderungen zu unterscheiden. Dazu gehört es
ebenso, eine klare Selbstvertretung einzuüben, wie das empathische
Zuhören weiter zu vertiefen. Weitere Themen sind
der Umgang mit Macht, Umwandlung von Feindbildern,
Schuld und Vergebung u.a.

Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 14 Plätze
Literatur: Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation:
Ein Gespräch mit Gabriele Seils von Marshall B. Rosenberg,
Verlag Herder (17. Juni 2004); Gewaltfreie Kommunikation:
Eine Sprache des Lebens von Marshall B. Rosenberg. Arun
Gandhi, Vera F. Birkenbihl und Ingrid Holler, Junfermann
Verlag (16. Juni 2012); Eine Sprache des Friedens sprechen in
einer konfliktreichen Welt: Was Sie als nächstes sagen, wird
Ihre Welt verändern . . . von Marshall B. Rosenberg und
Susann Pasztor, Junfermann Verlag (1. Oktober 2006).




Der innere Krieg zwischen Sehnsucht und Destruktion
Borderline-Störung im Bild – Psychodynamik, Ressource, Intervention

Flora von Spreti
B-Zeit / 17

Patienten mit Trauma und/oder Borderline-Störung in einer
suizidalen Krise erweisen sich in der klinischen Behandlung
als besondere Herausforderung für das therapeutische Team.
Anders als in der psychodynamischen Einteltherapie, hat es
der Patient im klinischen Setting nicht nur mit einem
Therapeuten zu tun, sondern muss sich in einem integrativen
Behandlungsansatz der Herausforderung verschiedener therapeutischer
Beziehungen stellen. Dies erfordert von allen an
der Behandlung Beteiligten ein spezifisches Wissen um die
Beziehungsdynamik sowie ein aufeinander abgestimmtes
Behandlungskonzept. Ebenfalls ist ein kontinuierlicher Aus-
tausch im Team, regelmäßige Supervision und Erfahrung im
Umgang mit den Bildern aus der Kunsttherapie von Bedeutung.
Das erleichtert in der Behandlung die Gratwanderung
zwischen einer Anerkennung der gestalterischen Fähigkeit
vieler Borderline-Patienten und des oft destruktiven Inhaltes
ihrer Bilder. Unreflektiert kann dieser Gegensatz zu vermeidbaren
Spaltungen führen.
Im Seminar werden anhand der Gestaltungen die Strategien
erörtert, die zu einer Stabilisierung des emotional instabilen
Befindens und einer Eingrenzung des selbstschädigenden Verhaltens
beitragen können.

Bitte mitbringen: Ölpastellkreiden, Malblock Din A 3.
Selbsterfahrungsanteil: kaum
für psychotherapeutisch/kunsttherapeutisch Tätige, 20 Plätze
Literatur: Lohmer, M.: Borderline-Therapie, Schattauer Stuttgart,
3. Auflage, 2013; von Spreti, F.: Die kunsttherapeutische
Gruppe auf der Akutstation. In Kunsttherapie bei psychischen
Störungen, Elsevier, 2. Auflage, 2012, 248-258; von Spreti, F.:
Kunsttherapie mit Borderline-Patienten. a.a.O. S. 105–115.




Free Your Soul – Free Your Voice – die heilsame Kraft des Singens
Elke Voltz
B-Zeit / 18

Mit Energie- und Körperarbeit, mit Herz- und Kraftliedern können
wir uns positiv stärken. Gerade in Zeiten des Umbruchs finden
wir durch das Singen wieder Zugang zu unserer Seele.
Durch Klangreisen und Soundimprovisationen erfahren wir die
Magie unserer Stimmen. Im Innenklang komme ich mir wieder
näher, im Außenklang zeigen wir uns. Berührt im Herzen, getragen
durch Wertschätzung singen wir heilsame, kraftvolle Lieder,
besingen unsere Stimmungen und lassen uns in Entspannungsreisen
meditativ besingen. Tanz und Gesang ist ein wirkungsvolles
Mittel, Blockaden zu lösen, uns aufzuladen und unserer
schöpferischen Ausdruckskraft lustvoll Raum zu verleihen. Singfreudige
mit und ohne Vorkenntnisse sind herzlich willkommen!

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Socken und Decke.
Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für alle interessierten Frauen, 18 Plätze





A- und B-Zeit:
Samstag bis Dienstag 14.45 – 16.15 Uhr und 17.00 – 18.30 Uhr
Mittwoch 9.00 –10.30 und 11.00 – 12.30 Uhr


Meditatives Schreiben
Theresia Maria de Jong
A- und B-Zeit / 19

Wer die Worte aus dem Inneren fließen lässt, kann viel über
sich selbst erfahren. Das meditative Schreiben kann zeigen,
wohin das Herz will, aber es vermittelt auch eine Klarheit, die
ihresgleichen sucht. Es ordnet die Gedanken, kann kreisende
Sorgen aufdecken und ihnen einen frischen Ausweg weisen.
Wenn wir uns dem Schreibfluss aus unserem Inneren hingeben,
kann sich plötzlich ungeahntes Wissen zeigen, so „zapfen“
wir unseren inneren Ratgeber an, der viel mehr weiß als
unser bewusstes Gehirn. In dem Schreibworkshop wird die
Buchautorin und Journalistin Theresia de Jong Methoden des
meditativen Schreibens vermitteln. Wer auf Bilderebene sieht,
fühlt und schreibt, kann Fragen zum eigenen Lebensweg mit
überraschenden Impulsen beantworten. Ein wertvoller Ratgeber
für Phasen der Richtungsbestimmung.

Bitte mitbringen: Schreibheft und Stifte
Selbsterfahrungsanteil: eingestreut
für alle, die ein Gegengewicht zur Alltagswelt suchen
und Entschleunigung erleben wollen, 10 Plätze
Literatur: Platsch, A.: Schreiben als Weg, Theseus, 2010;
Helmes, S.: Schreibe es dir von der Seele, Vandenhoek &
Ruprecht, 2011; Schulte, Schulte-Steinicke, von Werder: Die
heilende Kraft des Schreibens, Patmos, 2011




Achtsam ins Licht des Bewusstseins bringen: Friedenskonferenz oder
Kriegsrat?Einführung in die „Stressbewältigung durch Achtsamkeit – MBSR“
(MBSR - mindfull based stress reduction)

Beate Eickmeyer
A- und B-Zeit / 20

Achtsamkeit meint die erlernbare Fähigkeit, sich der Erfahrung
des gegenwärtigen Augenblicks – in Gedanken, Körperempfindungen
und Gefühlen – bewusst zu sein, ohne sie zu bewerten und ohne darauf reagieren zu müssen, seien sie erwünscht oder unerwünscht. Im MBSR-Kurs wird diese
Fähigkeit zur Achtsamkeit als heilsame Form der Beziehung
zu sich selbst über einen längeren Zeitraum kontinuierlich
aufgebaut.
Achtsamkeit kann uns durch die Grundhaltung von Offenheit,
Klarheit und Interesse insbesondere dabei helfen, feindselige
und destruktive Impulse uns selbst oder anderen gegenüber
wahrzunehmen und als eine automatische Reaktion auf eine
reale oder vermeintliche Bedrohung zu verstehen, als eine
automatische Stressreaktion. In so einer Krisensituation ermöglichen
wir uns mit einem „achtsamen Zwischenstopp“
einen Spielraum des Innehaltens und (Noch-) Nicht-Handelns
und verbessern unsere Chancen, aus der Enge der Situation
wieder in eine Weite der Wahrnehmung kommen zu können
und vielleicht eine verantwortungsvolle, weise Entscheidung
zu treffen: wie bewerte ich hier, was sage ich, wie handle ich?
Genauso lässt uns ein achtsam gelebter Moment offen sein für
die Erfahrungen des Lebens, die wir mit der Fülle des Friedens
in Verbindung bringen – das Erleben von Sicherheit, Verbundenheit,
Mitgefühl, Respekt, Schönheit, Freude, Geborgenheit,
Dankbarkeit u.a.
Mit Achtsamkeit können wir in konflikthaften Situationen die
in uns widerstreitenden und widersprüchlichen Impulse,
Bewertungen und Bedürfnisse ans Licht des Bewusstseins
bringen. Ob wir als Konsequenz (mit uns selbst oder anderen
Beteiligten) eine „Friedenskonferenz“ oder einen „Kriegsrat“
abhalten, müssen wir immer wieder neu aktiv entscheiden.
Achtsamkeit hilf uns, so gut es geht, alle unsere menschlichen
Fähigkeiten zur konstruktiven, verantwortungsvollen Gestaltung
von Konflikten und Beziehungen zu nutzen – zu
Menschen und Natur – mit mehr Freiheit von automatischen
Abläufen.
Schwerpunkt des Workshops ist das Praktizieren und Erfahren
der Wirkungen von Achtsamkeit durch einige grundlegende
Übungen des MBSR. Kurze Impulsreferate zum Stressgeschehen
und Neurobiologie ergänzen die praktischen Erfahrungen.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Decke, wenn vorhanden
Meditationskissen oder -bänkchen.
Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 12 Plätze
Literatur: Kabat-Zinn, J.: Gesund durch Meditation, Fischer,
2006; Lehrhaupt, L., Meibert, P.: Stress bewältigen mit Achtsamkeit,
Kösel, 2010; Hanson, R.: Das Gehirn eines Buddha,
arbor, 2010.




Bedrohung und Heilung
Arbeit am Tonfeld – Arbeit mit Wasserstein – Entspanntes Zeichnen

Schöpferisches Arbeiten mit Silvia und Lutz Freyer
A- und B-Zeit / 21

Krieg findet täglich statt. Bedrohungen sind für viele Menschen
eine Realität. Wie gehen wir damit um, als Betroffene
oder Begleiter? Können wir zu einem angstfreien und erfüllten
Leben finden, als Kriegsgeneration und deren Nachkommen?
Wir wollen erleben, was uns befähigt, ein erfülltes und kraftvolles
Leben zu leben. Belastende Erfahrungen und die damit
verbundenen blockierenden Strategien können sich im kreativen
Tun verwandeln. Neue Handlungskompetenzen werden
erworben und wirken bis in den Alltag hinein. Neue heilsame
Möglichkeiten werden erfahrbar.
Wir bieten ein schöpferisches Feld an, in dem Ihnen verschiedene
Möglichkeiten zur Erkundung zur Verfügung stehen:
Arbeit am Tonfeld, Arbeit mit Wasserstein und entspanntes
Zeichnen.

Die Materialgebühr beträgt 30,00 €.
Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 16 Plätze




Einführung in ZAPCHEN – Achtsamkeit, Gelassenheit und Mitgefühl
alltäglich werden lassen

Cornelia und Bernhard Hammer
A- und B-Zeit / 22

In einer Welt voller spannungsreicher innerer und äußerer
Gegensätze gibt es in uns oft eine tiefe Sehnsucht, diese zu
mindern und auszugleichen.
Mit ZAPCHEN lernen sie eine einfache, humorvolle, spielerische
Therapieform kennen, die Elemente westlicher Psychound
Körpertherapieverfahren und neurobiologisches Wissen
mit meditativen Elementen aus der Tradition des Tibetischen
Buddhismus verbindet. In den Übungen nutzen wir Bewegung,
Atmung, Stimme und Berührung als Möglichkeiten
unseres Körpers, das unmittelbare Wohlbefinden zu fördern.
Wir erleben dies als Freude, Gelassenheit, Präsenz, Kreativität.
Es entwickelt sich ein Wahlvermögen – Achtsamkeit
und Verantwortung für das eigene Befinden wachsen, es entsteht
Raum für eine Neubewertung innerer und äußerer
Gegensätze.
Partnerübungen, die ein bezogenes, mitfühlendes Miteinander
bei achtsamem Grenzrespekt unterstützen, sind Teil der
Übungsweise. Der Kurs ist eine Einführung in die Übungsmethode
und hat seinen Schwerpunkt in der eigenen Erfahrung.
Theoretischer Hintergrund wird vermittelt.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, evtl. eigene Decke, Meditationskissen
und ausreichend zu trinken (Mineralwasser etc.)
Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 24 Plätze
Literatur: Henderson, J.: Embodying Well-Being. AJZ Verlag,
Bielefeld, 2010; Henderson, J.: Das Buch vom Summen, AJZ
Verlag, Bielefeld, 2005; Hammer, C.: Einfach Sein – Wege aus
der Anstrengung, gawa-Verlag, Kassel, 2013.




Improvisation:
Spannung in Beziehungen: Krieg im Wohnzimmer? Frieden im Garten?

Barbara Klehr/Regina Fabian
A- und B-Zeit / 23

Improvisieren ist eine Fähigkeit, die wir tagtäglich und in jeder
Lebenslage benötigen. In diesem Kurs üben wir Improvisieren
anhand von szenischen Situationen. Eine akzeptierende und
wertschätzende Haltung in der Improvisation bildet die
Grundlage des gemeinsamen Erprobens: JA-Sagen. Zur Spielidee,
zum Spielangebot, zu sich selber und zum Spielpartner.
Theater ist eine kommunikative Kunst, und die Gestaltung
von Beziehungen steht im Zentrum. Theater braucht zwischenmenschliche
Spannungen und Konflikte. Unterschiedliche Anliegen der Figuren führen zu unterschiedlich starken
Konflikten. Wie unterschiedlich diese gestaltet werden können,
probieren wir in der Improvisation aus. Wann und wie
erleben wir eine Verhaltensweise als kriegerisch? Was begreifen
wir unter einem friedlichen Zusammensein? Womit stehen
Sie auf Kriegsfuß, oder womit haben Sie Ihren Frieden
geschlossen? Spielerisch und auch humorvoll entwickeln wir
gemeinsam unterschiedlichste Geschichten und Situationen
zum Thema Krieg und Frieden.
Die Aufwärm-Phasen bestehen aus vielen verrückten Spielen,
in denen es in erster Linie darum geht, den inneren Zensor zu
erkennen und beiseite zu stellen. In diesem Kurs üben wir das
Zuhören, Akzeptieren, spontanes Reagieren, Perspektiv- und
Rollenwechsel und Gestaltung von Spannung und Entspannung.
Der Spaßfaktor ist garantiert hoch.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung und Sportschuhe sind
empfehlenswert, Yogamatte oder Decke.
Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 14 Plätze
Literatur: Johnstone, K.: Improvisation und Theater; Johnstone,
K.: Theaterspiele; Vlcek, R.: Workshop Improvisationstheater.




Persönliche Transformation als Beitrag zum Frieden
Margit Koemeda-Lutz
A- und B-Zeit / 24

Manchmal verwenden wir unsere Lebensenergie darauf, dieses
oder jenes anzuprangern, für oder gegen etwas zu kämpfen;
wir möchten „die Welt verbessern“. Bei anderen Themen
haben wir vielleicht längst resigniert, sind enttäuscht und
gleichzeitig zutiefst davon überzeugt, dass wir glücklich
wären, wenn . . . wir einen anderen Lebenspartner / eine
andere Lebenspartnerin, neue Nachbarn oder eine weniger
problematische Chefin hätten.
Auf der Grundlage körperpsychotherapeutischer Konzepte
und Techniken sollen in diesem Kurs Wege der persönlichen
Transformation gesucht, dominierende, unterdrückte oder einander
bekämpfende Persönlichkeitsanteile wahrgenommen,
verkörpert und miteinander in Interaktion gebracht werden.
In einem sich entfaltenden Gruppenprozess kann auch die
Wahl von InteraktionspartnerInnen und die Neigung zur
Reinszenierung von leidvollen Beziehungsmustern bewusst
werden; und es erschließen sich Verwandlungsmöglichkeiten.
Dabei dienen emotionale Bewegungen und motorische
Impulse einer – bei sorgfältigem Umgang: heilsamen –
Dynamisierung des Geschehens.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Wolldecke,
evtl. Sitzkissen.
Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 15 Plätze
Literatur: Heinrich-Clauer, V. (Hrsg.) (2008): Handbuch Bioenergetische
Analyse. Gießen: Psychosozial-Verlag; Koemeda-Lutz,
M. (Hrsg.) (2002): Körperpsychotherapie – Bioenergetische Konzepte
im Wandel. Körper und Seele, Sonderband. Basel:
Schwabe; Koemeda-Lutz, M. (2009): Intelligente Emotionalität –
Vom Umgang mit unseren Gefühlen. Stuttgart: Kohlhammer.



Steinbildhauen – Arbeit am Stein
Reinhard Kraft und Corin Freyer
A- und B-Zeit / 25
Im Einlassen auf einen schöpferischen Gestaltungsprozess im
Stein erleben wir, dass dieser Prozess nicht vorstellbar oder
konzeptuell feststellbar ist, sondern ganzheitlich von uns
selbst vollzogen und im Durchleben gefunden werden möchte.
In der Arbeit am Stein können wir uns selbst unmittelbar in
einem Handlungsdialog erfahren und Schritt für Schritt eine
ganz eigene Skulptur erarbeiten.
Eine erste Spur und Orientierung in unserer räumlichen
Wirklichkeit finden wir am Spiel unserer Hände mit einer handvoll
weicher Tonerde. Achtsam nehmen wir über die Haptik
Kontakt auf mit unserem Gestaltungsbedürfnis in unserer
Lebensbewegung. Diese können wir in den Stein hineintragen.
Wir kommen in der Freude des Schaffens in unseren Rhythmus
und eigene Zeit, erleben in der Bearbeitung des Steines
Eigenwirksamkeit und Kompetenz und finden darin unseren
Stand und den Reichtum neuer Möglichkeiten. Unterstützt
durch die aufmerksame Begleitung entstehen so im inspirierenden
Feld der Gruppe individuelle Skulpturen, Zeugen wirklicher
schöpferischer Erfahrung.

Bitte mitbringen: wetterfeste und warme Kleidung, je nach
Wetterlage arbeiten wir im Freien oder unter einem Zeltdach.
Für Material und Werkzeugbenutzung € 40,–.
Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 12 Plätze



Aggressivität, Lügen und Dissozialität – Impulse für die Praxis
mit Einzelnen und Gruppen

Judith Maschke
A- und B-Zeit / 26

Aggressivität, Lügen und Dissozialität – innerhalb oder auch
außerhalb des therapeutischen, beraterischen oder pädagogischen
Raums – erzeugen oftmals unmittelbaren Handlungsdruck,
können auch Kränkungen und Misstrauen auslösen.
Ratlosigkeit, Rigidität oder Resignation können die Folge sein,
die Beziehungen belasten und manches Vorhaben verunmöglichen.
Dieses Seminar bietet als Schwerpunkt viele kreative Interventionen
aus Psychodrama, Psychoanalyse und Verhaltenstherapie
für den Umgang mit diesen ubiquitären Phänomenen
für die Praxis mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
im Einzel- und Gruppensetting. Dazu kommen kurze,
lebendige theoretische Erläuterungen, die erhöhte Handlungssicherheit,
vertieftes Verständnis und neue Zugänge zu
aggressiven und dissozialen Verhaltensweisen schaffen.

Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 16 Plätze



Therapeutische Trancearbeit mit Klang, Rhythmus und Körper
Wolfgang Strobel / Andrea Schmucker
A- und B-Zeit / 27

In der „Klanggeleiteten Trance“ arbeiten wir therapeutisch mit
den Energiefeldern elementarer Klänge und Rhythmen. Sie
setzen sich über einen veränderten Wachbewusstseinszustand
mit verschiedenen Themen der Seele in Resonanz.
Der nonverbale Zugang berührt auch gerne Themen aus der
frühen Kindheit, der Geburt, dem vorgeburtlichen Leben und
transpersonalen Bereichen. Unterstützend und ergänzend
beziehen wir den Körper mit ein: über Atem, Stimme, Bewegung,
Berührung und körperliche Nähe. Die Klangarchetypen
und achtsame Begegnung können entweder als unterstützend
oder auch als konfrontierend erlebt werden. Die Erfahrungsebene
wird durch eine tiefenpsychologische und spirituell
orientierte Aufarbeitung vertieft.
Unser Anliegen ist es, die TeilnehmerInnen darin zu unterstützen,
Ressourcen freizulegen, neue Potentiale zu entfalten und
ihnen darüber letztendlich eine Verbindung zu ihrem wahren
Selbst zu ermöglichen. Wir überlassen es der Dynamik der
Gruppe, inwieweit sich das Tagungsthema im Erleben Einzelner
widerspiegelt. Mitunter ermöglichen die Klänge Erfahrungen,
in denen die Gegensätze nicht nur zu einem Miteinander
finden, sondern sich auf der Ebene der Nondualität gar
auflösen.
Der Kurs setzt die Fähigkeit voraus, sich sowohl auf einen veränderten
Wachbewusstseinszustand als auch auf körperliche
Nähe einzulassen.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Wollsocken, Decke,
kleines Kopfkissen, evtl. Meditationskissen
Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 18 Plätze



Tanztherapie als Mittler der Gegensätze
„Warte nicht, bis der Sturm vorbei ist, sondern lerne im Sturm zu tanzen“

(unbekannt)
Anne van den Boom
A- und B-Zeit / 28

„Im Fluss der Bewegung verbinden sich Gegensätze“
Tanz und Tanzen schreibt Geschichte – Tanzgeschichte – Körpergeschichte
– Lebensgeschichte – Beziehungsgeschichte –
Entwicklungsgeschichte. Es gibt wenige Gesellschaften, in
denen nicht seit Jahrhunderten getanzt wird. Tanzen ermöglicht
Ausdruck eigener Gefühle und schafft Zugang zu Wachstum
und Veränderung. Sobald der Mensch den Tanz für sich entdeckt,
verändert sich seine Welt. Tanzen nimmt auf, bindet ein,
überwindet Grenzen, vermittelt Abstimmung und Einverneh-
men, und fast wie nebenbei entwickeln sich Freude, Identität,
Individualität und Gemeinschaft. Tanzen ist salonfähig geworden,
und die Tanztherapie hat sich über die Jahre zu einem festen
Bestandteil psychotherapeutischer Behandlungskonzepte
entwickelt.
In diesem Seminar werden unterschiedliche Techniken tanztherapeutischer
Methoden vorgestellt und in lebendiger
Weise kennengelernt und ausprobiert. Dabei werden wir
alleine in der Tanzimprovisation, im Gruppenkontext in der
authentischen Bewegung, im Kreistanz und im kreativen Tanz
miteinander neue Bewegungen und Rhythmen entwickeln,
die eigene Tanz- und Körpergeschichte entdecken und so im
Fluss der Gruppe einen schöpferischen Raum vom Miteinander
der Gegensätze entwickeln. Im Erleben des kreativen
Raumes verändert sich das eigene Wohlbefinden und die
Sicht auf Bewusstheit für die Individualität und die Zusammenhänge
in dieser Welt.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Decke, evtl. Sitzkissen,
Schreib- und Malunterlagen.
Selbsterfahrungsanteil: hoch
für alle Interessierten, 14 Plätze
Literatur: Halprin, A.: Tanz Ausdruck Heilung – Wege zur
Gesundung durch Bewegung, Bildererleben und kreativen
Umgang mit Gefühlen, Synthesis, 2002; Adler, J.: Die Gabe
des bewussten Körpers, Authentic Movement als Weg, 2012,
Voigt, Z.: Ritual und Tanz im Jahreskreis, 2012.




Innere Kritiker, Perfektionistinnen und Co.
Susanne Weik
A- und B-Zeit / 29

Oft herrscht in uns ein rechtes Durcheinander: Kindliche
Seiten werden von inneren Kritikerinnen, Saboteuren und
strengen Richtern bekämpft, kompetente Erwachsenenseiten
bekommen keine Chance, und die Selbstliebe bleibt auf der
Strecke. Die innere Kriegsführung kann heftige Formen annehmen.
Wie Frieden stiften? Es braucht das Gleiche wie bei Konflikten
zwischen Menschen und Gruppen auch: gegenseitiges
Kennenlernen, Zuhören, Bedürfnisse und Anliegen erkennen
und anerkennen. Förderlich sind dabei Friedensbringer in
Form von hilfreichen Gestalten, die u.a. Mitgefühl, Stärke und
Weisheit verkörpern.
In diesen Tagen werden wir Kontakt zum Inneren Kind aufnehmen,
ihm Sicherheit geben, seine Bedürfnisse annehmen
und einen Weg finden, es vor den verletzenden inneren
Kritikerinnen und Richtern zu schützen. Mit diesen selbstdestruktiven
Seiten werden wir einen Dialog führen, in dessen
Verlauf wir diesen einen neuen Platz und eine veränderte
Aufgabe zuweisen. So entsteht Aussöhnung zwischen unseren
inneren Teilen und ein friedvolles Miteinander, bei dem
jeder Anteil seine Potenziale zum Ganzen beiträgt.
Methode: Ressourcenorientierte Innere Kind Arbeit RIKA,
Teile-Arbeit (Arbeit mit Ego States), innere Achtsamkeit,
Körperwahrnehmung, Imaginationen, systemische Aufstellungen
von inneren Anteilen.

Bitte mitbringen: Isomatte/Wolldecke, bequeme Kleidung
(Socken).
Selbsterfahrungsanteil: hoch
für psychotherapeutisch Tätige und Interessierte, 12 Plätze
Literatur: Weik, S: Kraftquelle Inneres Kind, Lüchow Bielefeld,
2011; Brown, B.: Befreiung vom inneren Richter, J. Kamphausen
Bielefeld, 2001, Allione, T.: Den Dämonen Nahrung geben,
Arkana München 2009.


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